Lateinamerika satt – Bericht über die Lateinamerikagespräche

Generation Selbstbewusstsein – das Motto der diesjährigen Passauer Lateinamerikagespräche, kurz
PLA, klingt vielversprechend. Ein ganzes Wochenende hatten die Teilnehmer der Konferenz die
Möglichkeit mit Experten darüber zu diskutieren, inwiefern sich Südamerika auf einem neuen Kurs
befindet, wobei der Schwerpunkt auf Brasilien lag. Zwischendurch gab es viel zu essen und ein
ansprechendes kulturelles Programm.
Eröffnet wurden die PLA am Freitagabend von Professor Struck, der diese Veranstaltung schon seit
Jahren unterstützt. In seiner Eröffnungsrede blickte er kurz auf die 13-jährige Erfolgsgeschichte der
Konferenz zurück. Gleich im Anschluss referierte Sebastian Schoepp von der Süddeutschen Zeitung
über das Thema „Das Ende der Einsamkeit. Wie Lateinamerika sich selbst befreite“. Für einige
glückliche Gesichter sorgte die Tombola, bei der es unter anderem Bücher oder eine Donauschifffahrt
zu gewinnen gab. Auf der Noite Cultural ließen die Teilnehmer dann den ersten Tag ausklingen. Dabei
konnten sie sich am üppigen Salatbuffet satt essen und während der Vorführungen von Tanz- und
Carpoeiragruppen genüsslich einen Caipirinha schlürfen.
Am Samstag ging es dann so richtig los. Um neun Uhr läutete Professor Verena Renneberg von der
Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin den zweiten Tag mit der Frage ein,
ob Brasilien eine globale Gestaltungsmacht sei, was für viel Diskussionsstoff sorgte. In den nächsten
zwei Runden konnten die Teilnehmer jeweils zwischen zwei oder drei Themen wählen. An Vielfalt
fehlte es dabei nicht: von Ökotourismus über Wirtschaftsabkommen bis hin zu Agrobusiness war für
alle Interessen etwas dabei. In den Workshops konnte man sich dann noch intensiver mit einem
Thema nach Wahl auseinandersetzen. Mit Ana Soliz Landivar vom GIGA Institut für
Lateinamerikastudien in Hamburg konnte man zum Beispiel über die Allianzen der Länder
Südamerikas außerhalb des Kontinents sprechen. Und wer sich nach dem vielen Input noch nicht
müde genug fühlte konnte sich abends noch auf der Fiesta Latina in der Lemon Lounge austoben.
Ordentlich gebruncht wurde am Sonntagvormittag um dann mit vollem Bauch Erkenntnisse über die
Initiative Yasuní zu gewinnen, über die der ecuadorianische Botschafter Jorge Jurado referierte.
Abgeschlossen wurde das abwechslungsreiche Wochenende mit der Filmvorführung zu Yasuní.
Das Motto der PLA klang also nicht nur vielversprechend, es war ein durchaus gelungenes und
informatives Wochenende.
Umfrage:
Was gefällt dir an den Passauer Lateinamerikagesprächen besonders gut?
Rafaja Bertele (22), 3.Semester European Studies:
„Ich finde es gut, dass so viele verschiedene Themen behandelt werden. Von Geographie über
Wirtschaft bis hin zu Tourismus ist alles dabei. Außerdem ist das PLA-Team sehr freundlich und
bemüht. Allgemein herrscht hier eine sehr lockere Atmosphäre.“
Andreas Köck (29), Realschullehrer
„Bei den PLA tun sich für mich durch die vielen interessanten Vorträge neue Horizonte auf. Das
Programm ist breit gefächert und auch nicht Studierende wie ich werden sehr freundlich von dem
engagierten Team aufgenommen.“
Kathrin Baumann (23), 3.Semester European Studies
„Sowohl das inhaltliche als auch das Rahmenprogramm sind sehr vielfältig. Ich bekomme Input zu
Themen von denen ich vorher noch gar nichts gehört habe. Insgesamt ist alles sehr gut organisiert
und alle sind extrem freundlich. Mich freut es, dass das PLA-Team es trotz dem Hochwasser noch
geschafft hat, die Konferenz stattfinden zu lassen.“

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