Lets get ready to boulder

Weltmeisterschaft im Bouldern im Olympiastadion München

Im Münchner Olympiastadion haben sich in den vergangenen Tagen vom 21. bis zum 23. August 2014 die besten Sportkletterer der Welt versammelt, um den Weltmeister im Bouldern zu ermitteln. An den beiden Qualifikationstagen traten bei Frauen und Männern bis zu 120 Teilnehmer an, um sich für das Halbfinale der besten 20 am Samstag zu qualifizieren. Mit Monika Retschy, Juliane Wurm, Mathias Conrad, Thomas Tauporn und Jan Hojer schaffte es ein starkes deutsches Quintett ins Halbfinale.

Mit Landesflaggen auf die Bühne
Den Auftakt des Halbfinals bildete der Einmarsch der Nationen. An die Eröffnungszeremonie von Olympischen Spielen erinnernd, zogen die noch verbliebenen Teilnehmer mit ihrer Landesflagge ein und versammelten sich links und rechts der Moderationsplattform vor den Bouldern.

Traumhafte Kulisse im Olympiastadion
Traumhafte Kulisse im Olympiastadion

Nach einigen Grußworten und der offiziellen Eröffnung des Halbfinals konnte der sportliche Teil des Vormittags beginnen. Nun galt es für die 20 besten der Qualifikation erneut eine starke Leistung abzuliefern, um einen der sechs begehrten Finalplätze am Abend zu ergattern. Auf dem Weg ins Finale mussten vier verschieden schwere jeweils 4,50 m hohe Boulder innerhalb von fünf Minuten bewältigt werden.
Juliane Wurm gelang es als einziger der Frauen bei allen vier Bouldern den Top-Griff zu erreichen. Neben ihr waren auch Alex Puccio und Akiyo Naguchi heiße Anwärterinnen auf den Titel. Bei den Herren machten vor allem der Tscheche Adam Ondra und der aktuelle Gesamtweltcupsieger Jan Hojer auf sich aufmerksam.

Juliane Wurm im Halbfinale
Juliane Wurm im Halbfinale

Teamgedanken führen ins Finale
Von der Münchner Reggae Band Instant Vibes wurden die 5.000 Zuschauer am Abend auf das Finale eingestimmt. Mit Juliane Wurm und Jan Hojer hatten es auf beiden Seiten deutsche Starter ins Finale geschafft. Der Rest des Quintetts ist im Halbfinale teilweise denkbar knapp gescheitert. Gegenüber den Regeln des Halbfinals am Vormittag änderten sich die Regeln am Abend geringfügig. So blieben den Finalisten nur noch vier Minuten um den Boulder zu schaffen. Bevor jedoch das Startsignal fiel, gab es für alle die Möglichkeit die vier Boulder gemeinsam zu besichtigen. Hier zeigte sich der Teamgedanke unter den Sportlern. Man kämpft gegen die Zeit und den Boulder und nur indirekt gegen die Konkurrenz. Daher stand man zusammen da und überlegte, wie der Boulder geknackt werden konnte. Man gab sich Tipps und kämpfte am Ende doch allein.

WM Titel für Juliane Wurm und Adam Ondra
In einem packenden Finale konnten sich schlussendlich Juliane Wurm und Adam Ondra – der hauptsächlich durch seine Leistungen im Felsklettern bekannt geworden ist – durchsetzen. Wie bereits im Halbfinale fand die Deutsche immer einen Weg den Top-Griff zu erreichen und zu halten. Ondra, der sich ein heißes Duell mit Jan Hojer lieferte, wusste ebenfalls durch spektakuläre Griffvarianten und Bewegungen zu überzeugen. Der amtierende russische Weltmeister erwischte nicht seinen besten Tag und landete im geschlagenen Feld. Die Medaillen gewannen an diesem Abend andere.

Adam Ondra im Finale
Adam Ondra im Finale

Frauen:
Gold: Juliane Wurm (GER)
Silber: Alex Puccio (USA)
Bronze: Akiyo Naguchi (JPN)

Männer:
Gold: Adam Ondra (CZE)
Silber: Jernej Kruder (SLO)
Bronze: Jan Hojer (GER)

Text und Bilder von Veronique Prause

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