Von Elchen, Fikas und einer Menge Glücksgefühlen

SCHWEDEN – Von Elchen, Fikas und einer Menge Glücksgefühlen

Wer schon einmal in Schweden war, kann sich mit obiger Beschreibung höchster Wahrscheinlichkeit nach bestens identifizieren. Wen das Schweden-Fieber gepackt hat, will immer mehr von diesem Land sehen. Doch an dieser Stelle gleich ein kleiner Trost: wenigstens eine Fika kann man am Ende dieses Artikels ganz leicht zuhause nachmachen und somit ein Stückchen Schweden in die eigenen vier Wände (Ikea mal ausgeschlossen) holen.

Was ist es, das dieses Land so einzigartig macht? Schweden glänzt durch eine wunderschöne Natur, das ist ganz klar. Aber auch die Menschen tragen viel dazu bei, dass man am liebsten nie wieder weg möchte.

Fangen wir mit der Natur an. Hier gilt ganz klar: Viel Grün und Pilze, soweit das Auge reicht! Die Wälder laden zu einer Wanderung geradezu ein und für Pflanzenfreunde gibt es viel zu sehen. Aber auch, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, gibt es viel am Straßenrand zu entdecken. Windmühlen und Runensteine wechseln sich in der Landschaft ab und laden zu einer kurzen Fahrtpause ein, um erkundet zu werden. Aber Achtung an alle Autofahrer! Die Schilder mit den abgebildeten Elchen sind keine Deko. Hier ist mit Vorsicht zu fahren, kommt es im Sommer nicht selten vor, dass ein solches Tier die Straße kreuzt.

Nun zu den Leuten. Von denen wir Deutsche uns eine große Scheibe abschneiden sollten. Denn Gemeinschaft wird hier groß gepflegt. Wie in Eksjö zum Beispiel. Im Gemeindezentrum des Dorfes treffen sich Alt und Jung zum gemütlichen Beisammensein und Handarbeiten. Auch Fremde sind hier gern gesehen und werden ohne weiteres herzlich in die Runde aufgenommen. Auch Fikas werden in der gemeinsamen Runde abgehalten. Was das sein soll?

Eine Fika ist eine Kaffeepause, bei der mit einer Kanne heißem Kaffee, frischen Zimtschnecken (Kanelbullar) und anderem Gebäck in gemeinschaftlicher Runde der ganze Alltagsstress für einen Moment ausgeblendet wird. Und weil ich so begeistert von dieser Idee der gemeinsamen Kaffeepause bin, gibt es jetzt für alle Schleckermäuler ein Rezept für schwedische Zimtschnecken. Damit wird alle ein Stücken Glück bekommen.

K A N E L B U L L A R

Für den Teig:
150g Butter
500ml Milch
50g Hefe
150g Zucker
1 TL Salz
1 TL Kardamom, gemahlen
100g Mehl

Für die Füllung:
75g Butter
100g Zucker
1 EL Zimt
1Ei
Hagelzucker (Deko)

Zubereitung:
Butter schmelzen. Milch hinzufügen und auf 37 Grad wärmen. Die Hefe darin auflösen und Zucker, Salz, Kardamom und fast das ganze Mehl hineinrühren. Den Teig kneten, bis er geschmeidig wird (falls nötig, mehr Mehl hinzufügen).

Teig mit einem Handtuch abdecken und ca. 30-40 Minuten aufgehen lassen.

Den Teig auf einer mehligen Arbeitsfläche durchkneten und in drei Teile teilen. Jeweils dünn ausrollen und mit Butter (Raumtemperatur) bestreichen. Zucker und Zimt mischen und den Teig damit dick bestreuen. Zu einer Wurst rollen und in ca. 4cm dicke Scheiben schneiden. Die Stücke mit der geschnittenen Seite nach unten auf das Backblech legen. Den Teig so noch einmal etwa 30 Minuten aufgehen lassen.

Die Kanelbullar mit geschlagenem Ei bepinseln und mit Hagelzucker bestreuen. Auf mittlere Schiene im vorgeheiztem Backofen bei 250 Grad etwa 5-8 Minuten backen. Unter einem Handtuch abkühlen lassen.

Fotos: Vera Lang

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