Der Glöckner von Notre Dame

Aufgepasst, Musical-Fans: In München läuft bis zum 07. Januar 2018 ein ganz besonderes Stück: Der Glöcker von Notre Dame bietet Dank bester Besetzung sowohl Komik als auch Tragik und auch musikalisch werden alle Erwartungen übertroffen. 

Die Neuinszenierung des Disney-Musicals überrascht von Beginn an. Die Handlung rund um den buckligen Glöckner Quasimodo, der als Ausgestoßener im Glockenturm der Pariser Kathedrale Notre Dame aufwächst, kann als eine Mischung aus dem Original, Victor Hugos Roman, und dem beliebten Zeichentrick beschrieben werden.

Mitreißend ist wohl das passendste Wort für die Vorstellung 

Sobald die ersten Klänge vom Orchestergraben ertönen, verschlägt es einem dem Atem. Immer wiederkommende Gänsehaut ist für den Zuschauer somit gleich vorprogrammiert. Neben bekannten Stücken sind auch neue, gleichermaßen beeindruckende Kompositionen von Alan Menken und Stephen Schwartz in das Programm mitaufgenommen worden. Die beiden zählen zu den weltweit erfolgreichsten Textern und Komponisten der Musicalbranche und zeichneten sich bereits für den Kino-Erfolg, die erste Musical-Version des Glöckners und viele weitere Disney-Produktionen aus. Zusätzlich zur wunderbaren Musik lässt auch die Bühne einem keine andere Wahl, als durchgängig zu staunen und für drei Stunden in eine andere Welt einzutauchen. Durch geschickte Akzentsetzung wird die Szenerie mit einer Leichtigkeit verändert und passt sich der Handlung bestens an.

Was die Besetzung der einzelnen Figuren betrifft, so hätte sie nicht besser sein können. Vor allem Jonas Hein als Quasimodo und Felix Martin als Erzdiakon Claude Frollo seien hier erwähnt. So ein schauspielerisches Talent, wie es diese zwei Männer zeigen, erlebt man selten. Dazu zählt auch ihr Gesang. Eine gute Stimme zu haben ist das eine, sie aber gleichzeitig in seiner Rolle einzusetzen das Andere, weit aus Schwierigere.

So wundert es nicht, dass so mancher den Theatersaal mit feuchten Augen und mit einem Hauch von Wehmut verlässt, weil das Stück vorbei ist.

Wer jetzt neugierig geworden ist, der sollte sich noch schnell Karten für die verbleibenden Vorstellungen besorgen. Es lohnt sich! 

Foto: Vera Lang

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