Gib deinem Leben mehr Sinn

Was bedeutet ‚Sinn‘ eigentlich? Das Wort prägt unsere alltäglichen Gespräche, beispielsweise, wenn wir in der Universität den sinngemäßen Inhalt eines Artikels wiedergeben müssen und uns dann später darüber unterhalten, wie sinnvoll diese Aufgabe war. Der Sinn als solcher begleitet uns, ob wir es nun wollen oder nicht. Vor allem in Gestalt der Suche nach dem Sinn des Lebens, die in uns allen verankert ist. Es liegt schlichtweg im Ursprung des Menschseins sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens auseinanderzusetzen – bewusst sowie auch unbewusst. Ich denke jeder Einzelne kommt dabei auf ganz unterschiedliche Antworten, die durch das eigene Ich geformt werden. Der Sinn des Lebens mag für den Einen eher etwas Fassbares sein, zum Beispiel sich selbst einen bestimmten Traumberuf zu erarbeiten oder Materialistisches, wie der Wunsch sich später einmal einen Porsche leisten zu können. Doch für andere mag der Sinn des Lebens etwas schwieriger zu finden zu sein, nämlich im eigenen Inneren. Verfechter dieser Philosophie behaupten, dass der Sinn des Lebens nichts Greifbares ist. Stattdessen liegt er in uns selbst und ist eng mit dem Gefühl des Erfülltseins verbunden. Ich selbst würde dieser zweiten Theorie beipflichten, denn das Empfinden von Glück und Freude sind Emotionen nach denen jeder strebt. Diese Gefühle sind also in irgendeiner Form tief in uns verankert und prägen unseren Lebensweg. Ist das nicht eigentlich das, was ‚Sinn‘ ist? Etwas, das uns begleitet, etwas das uns Kraft gibt und etwas, das wir vom Herzen aus wollen. Ich würde behaupten – ja. Selbstverständlich kann mich ein Urlaub in meiner Lieblingshafenstadt direkt am Meer bei strahlend schönem Sonnenschein auch sehr glücklich machen. Aber kann er das auch, wenn ich in mir selbst eigentlich unglücklich, unzufrieden bin? Nein. Und das ist ein Fakt. Stellt sich die Frage, wie man diese Erfüllung in sich selbst erreichen kann. Auch auf darauf gibt es viele Antworten, doch die eine, die richtige, sucht man vergebens. Der Sinn des Lebens und das Empfinden von Glück binden alle Sinne mit ein. Folglich muss man sich also auf jene Sinne rückbesinnen. Man muss sie intensiv wahrnehmen und zulassen können. Man muss sich selbst kennen und wissen, was einen mit Freude und Wohlbefinden erfüllt. Man muss man selbst sein und zu all seinen Fehlern stehen. Nur wer sich selbst so akzeptiert, wie er nun mal ist, lernfaul, ungeduldig oder mit der ein oder anderen Problemzone, kann glücklich werden. Wir müssen alle Abstand nehmen von der Illusion des Perfekten. ‚Perfekt‘ ist ein Konstrukt, welches entstand, um den Superlativ eines schönen Moments zu beschreiben. Wozu aber benötigt man ein Wort für einen schönen Moment? Man sollte diesen einen, unvergesslichen Moment einfach genießen. Dieses Konstrukt des Perfekten macht uns folglich unglücklich. Es setzt falsche Standards, was Aussehen, Ziele und Persönlichkeit anbelangt. ‚Perfekt‘ gibt es nicht.

Gebt eurem Leben einen Sinn. Dieser Sinn ist die individuelle Note, die ihr eurem Leben geben könnt. Auch ist dieser Sinn das, was ihr später nie bereuen werdet nicht getan zu haben. Dieser Sinn, das seid ihr. Also findet euren persönlichen Sinn des Lebens und auf diesem Weg der Suche, liebt euch stets selbst. Nur durch Selbstliebe seid ihr überhaupt in der Lage dazu die Liebe anderer wirklich wahrhaftig zu erfahren und Liebe, so heißt es, ist der eigentliche Inbegriff von Sinn.

Foto: Sandra Spitzenberger

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