Directions

Die kalte Jahreszeit hat schon längst begonnen und vieles um uns herum wirkt trist und fade. Warum also nicht diesem oft verregneten und grauen Wetter mit etwas Farbe trotzen? Natürlich ist die wohl einfachste Möglichkeit etwas Farbe ins Spiel zu bringen, sich einen dicken, bunten Pulli überzustreifen oder einen trendigen Mantel in einer knalligen Farbe anzuziehen. Für wen es allerdings etwas auffälliger sein darf und wer wirklich Mut zur Farbe beweisen will und Lust auf einen neuen Look hat, für den sind die Directions von La Riche genau das Richtige.
Bei Directions handelt es sich um direkt ziehende Haarfarben, welche sich wie eine Art Mantel um das Haar legen und somit keinerlei Schäden an der Haarstruktur verursachen. Die Farbe hält je nach Intensität und Ausgangshaarfarbe bis zu zehn Haarwäschen. Directions werden in 36 verschiedenen Farbtönen angeboten, wobei sämtliche Farben untereinander mischbar sind und somit jeder im Handumdrehen eine individuelle Farbe kreieren kann. Der Phantasie sind somit definitiv keinerlei Grenzen gesetzt. Directions können in ausgewählten Frisörsalons oder ganz einfach im Internet gekauft werden. Vor der Anschaffung empfiehlt sich in jedem Fall ein Preisvergleich, da die Kosten für einen Tiegel je nach Anbieter zwischen 5 und 9 Euro variieren. Ein Farbtiegel enthält 88ml, was je nach Haarlänge und gewünschter Farbintensität für mehrere Anwendungen genügen dürfte.
Vor allem auf hellem Haar können durch Directions besonders knallige und leuchtende Farben gezaubert werden, aber auch pastellige Töne kommen auf hellem Haar besonders gut zur Geltung. Wer allerdings sein dunkles Haar nicht aufhellen, aber trotzdem Directions ausprobieren möchte, muss keinesfalls darauf verzichten. Directions können dunklem Haar einen sehr schönen und aufregenden Farbschimmer verleihen, was vor allem bei Lichteinfall äußerst raffiniert wirkt. Allerdings sollte die eigene Haarfarbe nicht dunkler als mittelbraun sein und im besten Fall sollte zum Tönen ein besonders intensiver Farbton gewählt werden, da pastellige Directions auf dunklem Haar keinerlei Ergebnisse erzielen.
Die Einwirkzeit beträgt laut Hersteller ca. 15 Minuten. Directions können aber ohne Bedenken länger auf den Haaren einziehen, da durch eine längere Einwirkzeit auch ein intensiveres und länger haltbares Farbergebnis erzielt werden kann.
Bevor auf die Vor- und Nachteile eingegangen wird, möchte ich meine eigenen Erfahrungen teilen und die genaue Anwendung Schritt für Schritt erläutern.
Vor der Anwendung sollte man sich erstmal die passenden Utensilien bereit legen. Auf jeden Fall wird ein altes Handtuch um den Schultern benötigt, um eventuelle Farbflecken auf der Kleidung zu vermeiden. Des Weiteren braucht man Einweghandschuhe, da sonst nicht nur die Haare etwas Farbe abbekommen, sondern auch die Hände eingefärbt werden. Außerdem werden noch ein Kamm, ein Behälter und eine neutrale Haarmaske zum eventuellen Strecken der Farben, ein Pinsel zum Auftragen und genügend Zeit benötigt.
Der Grundton meiner Ausgangshaarfarbe ist ein helles Blond mit Strähnen in unterschiedlichen Blondtönen. Vor der Anwendung sollten die Haare wie gewöhnlich mit Shampoo gewaschen werden. Eine anschließende Pflegespülung wird nicht benötigt, da die Haarstruktur nach dem shampoonieren leicht aufgeraut ist und die Farbe somit besser haften kann. Die Haare gut mit einem Handtuch trocken tupfen und gegebenenfalls noch etwas an der Luft trocknen lassen. Die Haare sollten auf jeden Fall noch feucht sein, aber keinesfalls mehr nass, da die Farbe von nassem Haar nicht so gut aufgenommen werden kann. Um einen Farbverlauf zu erzielen verwende ich zwei verschiedene Farbtöne. Für den Ansatz meiner Haare verwende ich die Farbe Rubine, ein dunkler Rotton und in die Längen kommen Directions in der Farbe Flamingo Pink zum Einsatz, welches, wie der Name schon vermuten lässt, ein kräftiges Pink ist. Ich persönlich strecke die Farben immer mit etwas neutraler Haarmaske und verwende die Directions nicht unverdünnt auf meinen Haaren, da mir die Ergebnisse ansonsten doch zu farbintensiv werden. Hierfür fülle ich eine großzügige Menge einer neutralen Maske in einen leeren Behälter und gebe anschließend ca. 3 – 4 Teelöffel der Farbe Rubine mit hinzu. Beides wird gut miteinander vermengt und schon kann’s losgehen. Die eingefärbte Maske verteile ich mittels eines Färbepinsels (in jedem Drogeriemarkt erhältlich) auf dem Ansatz meiner Haare. Auch die Farbe Flamingo Pink mische ich mit der neutralen Haarmaske und verteile diese in die Längen meiner Haare, wobei es mir persönlich leichter fällt die Farbe in den Längen mit den Händen und nicht mit dem Pinsel einzuarbeiten. Den Übergang zwischen beiden Farben versuche ich ebenfalls mit den Händen etwas ineinander zu vermischen und streiche mit dem Kamm vorsichtig durch das Haar, um einen schönen Verlauf zu erzielen. Nach ca. 45 Minuten Einwirkzeit spüle ich das Ganze mit warmen Wasser wie eine gewöhnliche Haarmaske aus. Fertig ist mein neuer Look, welcher auf dem Foto zu sehen ist. Nach ein paar Haarwäschen ist das Ergebnis zwar lange nicht mehr derart intensiv, allerdings bleibt noch einige weitere Haarwäsche lang ein schöner pastelliger Roségoldton zurück.
Ein ganz klarer Vorteil der La Riche Directions besteht darin, dass sämtliche Farben frei von Ammoniak und Oxydationsmitteln sind, was auch Allergikern oder Menschen mit sensibler und trockener Kopfhaut die Möglichkeit gibt, die Tönungen anzuwenden. Außerdem tragen Directions die Veganblume und sind somit nicht an Tieren getestet worden, was vor allem in der heutigen Zeit leider viel zu selten geworden ist. Da es sich bei Directions um keine permanenten Haarfarben handelt, sondern diese vollkommen auswaschbar sind, ist es nicht allzu schlimm, wenn das Ergebnis nicht ganz den gewünschten Vorstellungen entspricht, denn nach ca. 10 Haarwäschen kann schon die nächste Farbe getestet werden. Ein Weiterer klarer Vorteil ist das breitgefächerte Farbangebot. Hier findet wirklich jeder die passende Haarfarbe und falls nicht, sind sämtliche Farben untereinander mischbar und spätestens dann kann die ganz persönliche Lieblingsfarbe ins Haar gezaubert werden. Directions sind zudem schonend zum Haar und schädigen nicht die Haarstruktur, wodurch der Tönungsvorgang mit Directions beliebig oft wiederholt werden kann. Durch die Anwendung zusammen mit einer Haarmaske erhalten die Haare zudem noch eine sehr intensive Pflege und ein Farbtiegel hält somit eine halbe Ewigkeit. Außerdem ist das Auftragen der Tönung wirklich angenehm, denn durch die cremeartige Konsistenz lässt sie sich sehr einfach und präzise im Haar verteilen.
Nachteilig empfinde ich, dass sich die Farben, sobald sie z.B. durch Regen nass werden, eventuell auf heller Kleidung abfärben können. Wer seine Haare allerdings in der regnerischen Jahreszeit durch einen Regenschirm schützt, läuft nicht Gefahr, dass irgendetwas abfärbt. Ein weiterer kleiner Nachteil ist die relativ rasche Auswaschbarkeit der Farbe. Natürlich ist es, wie bereits erwähnt, auch ein Vorteil, da man somit viele verschiedene Looks kreieren kann, aber hat man einmal seine Lieblingsfarbe gefunden, ist es doch etwas mühselig, die Haare immer wieder mit Directions zu tönen, da es ein ziemlich zeitaufwendiges Verfahren ist.
Dennoch sind Directions eine Revolution in der Haartönungsindustrie und vielleicht kommen bald mehr auf den Geschmack dieser bunten Tönungen und setzen auf diesem Wege ein ganz eigenes und außergewöhnliches Statement.

Fotos: Antonia Nagl

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