Wer hat die Macht in den Medien?

– Organisatoren erhoffen sich großen Andrang –

Nach der unglaublichen Resonanz im Frühjahr 2006, als die Medientage zum ersten Mal stattfanden, darf auch in diesem Jahr wieder auf rege Beteiligung gehofft werden. Schließlich ist es den Veranstaltern erneut gelungen, viele hochkarätige Vertreter aus der Medienbranche nach Passau zu locken. „Und das war gar nicht so einfach“, gesteht Christoph Hölzl, der Ressortleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Veranstaltung. Schließlich verfügen die Studenten über kein Budget, sondern mussten alle Redner und Workshopleiter überzeugen, Ihre Veranstaltung ohne Honorar abzuhalten. Einzig die Anfahrts- und Übernachtungskosten werden vom Kooperationspartner MedienCampus Bayern e.V. getragen. “Ohne diesen Sponsor hätten wir solch ein Projekt nicht auf die Beine stellen können” fügt Dorothea Heidenreich, Leiterin der Medientage Passau hinzu.

 Die ersten Passauer Medientage beschäftigten sich mit dem Thema „Medienberufe – Entdecke die Möglichkeiten“. Damals gab es einen regelrechten Ansturm auf die Workshops, welche auch in diesem Jahr wieder angeboten werden. In insgesamt 8 Veranstaltungen lässt sich so zum Beispiel erfahren, wie crossmediale Werbekonzepte aufgebaut werden, oder wie ein TV-Casting durchgeführt wird. Die Workshops, für die man sich in der Mensa anmelden kann, finden voraussichtlich sowohl am Samstag als auch am Sonntag statt „überschneiden sich aber nie mit einem Vortrag“ erklärt Christoph die Strategie, allen zu ermöglichen sowohl Workshops als auch Vorträge zu besuchen. Die Vorträge starten deshalb auch schon am Freitag. Ab 14:00 Uhr erwartet man große Namen der Branche, die dann ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. So haben beispielsweise Hans Leyendecker, der Leiter des Politikressorts bei der Süddeutschen Zeitung oder Spiegel-Online Redakteur Christian Stöcker Ihr Kommen angekündigt.

 

Zum Abschluss des ersten Medientages am Freitag wird es dann ab 19:30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Einfluss im Überfluss – wer informiert, wer re(ag)iert?“ geben. Zwischen Bildung, Macht und Selbstverständnis diskutieren hier u.a. Prof. von Gottberg, Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen, Matthias Pfeffer, Chefredakteur von Focus-TV und Ulrike Kaiser vom Deutschen Journalisten Verband. Am Samstag geht es ab 14:00 Uhr mit Vorträgen weiter. Hierbei geht es um die RAF, das Web 2.0 und die Macht im Filmgeschäft. „Dann wird aber erstmal gefeiert“ erzählt Christoph weiter. „Nach so viel Diskutieren und Zuhören muss man auch mal die Seele baumeln lassen“. Dies soll am Abend in der Scheune passieren. „Hier wird es selbstverständlich auch anständige Musik und etwas Ordentliches zu trinken geben“ versichert Hölzl.

Man kann also gespannt sein und sollte sich das Wochenende vom 23. bis zum 25. November auf jeden Fall rot im Kalender anstreichen. Denn eines scheint sicher, langweilig wird einem bei diesem Programm nicht!

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