Investitionen durch Studiengebühren

– Neues Zentrum für Schlüsselqualifikationen soll Markenzeichen werden –

Am häufigsten wurde eine Ergänzung des Sprachenzentrums um weitere Kurse und Lehrkräfte genannt, aber auch mehr Arbeitsräume für Kleingruppen und eine stärkere Förderung von Exkursionen standen auf dem Wunschzettel der Studenten. Vieles davon wurde in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Referenten der Universität für die Qualitätssicherung, Ernst Sparteneder, umgesetzt.

Seit dem Wintersemester 2007 wurden 8,5 Lektorenstellen im Sprachenzentrum geschaffen: darunter drei für das Fach Englisch, anderthalb für Tschechisch und eine Stelle für Spanisch.

Auch die Mittel für Exkursionen wurden massiv aufgestockt. Von 40 000 Euro, die 2006 in diesem Bereich ausgegeben wurden, wurde das Budget auf voraussichtlich 200 000 Euro im Jahr 2007 hochgeschraubt. Zudem wurden 90 000 Euro in die Ausstattung des Sportzentrums und 100 000 Euro in einen neuen PC-Pool mit 55 Rechnern investiert. Auch die Öffnungszeiten der Bibliotheken wurden ausgeweitet, so dass nun auch am Sonntag Zugang zu den Fachbüchern möglich ist. Thoralf Dietz, Pressesprecher der Universität Passau, betont, dass bislang keine Entscheidungen gefallen seien, die nicht die Zustimmung der Studierendenvertretung gehabt hätten, obwohl natürlich die endgültige Entscheidung über den Verwendungszweck der Universitätsleitung vorbehalten bliebe. Diese legt im Einklang mit dem SprecherInnenrat besonderen Wert auf die Stärkung des Angebots an so genannten Schlüsselqualifikationen.

Noch in diesem Semester nimmt das neu geschaffene Zentrum für Schlüsselqualifikationen die Arbeit auf, wobei die Schwerpunkte auf Kommunikationskompetenz, Sozial- und Führungskompetenz, Medien- und Textkompetenz, sowie Verhandlungsgeschick und Methoden zur Konfliktlösung gelegt werden sollen.

„Wir schaffen mit unserem Zentrum ein echtes Zusatzangebot”, meint Prorektor Professor Dr. Ernst Struck, der im Leitungsgremium des Zentrums die Universitätsleitung vertritt. „Die Studierenden können sich mit diesen Veranstaltungen ein individuelles Kompetenzprofil erarbeiten”. Man hofft, dass sich die Vermittlung solcher Schlüsselqualifikationen zu einem Markenzeichen der Universität Passau entwickeln kann, wie es vorher schon das Sprachenzentrum erfolgreich getan hat.

Die Gelder der Studenten sollen in diesem Zusammenhang für Gastdozenten und Lehrpersonal verwendet werden. Das Angebot an Kursen in diesem Wintersemester ist bereits beachtlich. Es besteht aus insgesamt 40 Kursen, die zum Teil mehrmals wiederholt werden. Im nächsten Semester soll es weiter aufgestockt werden. Im Moment scheint die Universität Passau bei der Verwendung der Gelder das Meiste richtig zu machen. In einem Ranking von www.unicheck.com, einem Bewertungsportal für Studenten, belegt sie den sechsten Platz von insgesamt allerdings nur dreißig untersuchten Unis.

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