“Besenkammer” statt Hörsaal

Rund 3000 frisch gebackene Abiturienten, die sich auf ihr neues Leben an der Universität Passau freuen – „pures Chaos“ lautete allerorts die allgemeine Prognose auf den doppelten Abiturjahrgang. Die Universität habe sich gut auf den Ansturm vorbereitet, so die Aussage der Universitätsleitung.

Doch wie sieht die Realität aus? Ist durch die Vorbereitung wirklich alles rosig verlaufen?

Pünktlich zum Semesterstart beginnen viele daran zweifeln: Noch eine freie Wohnung in Passau zu finden scheint schier unmöglich, Treppenplätze in den Hörsälen sind dagegen heiß begehrt und selbst für sein Fahrrad findet man oft keinen freien Stellplatz auf dem Campus mehr. Doch es sind nicht nur die Quietschies, die darunter leiden. Dafür werden Seminare in „Besenkammern“ verfrachtet: wo ein eigener Sitzplatz mit Stuhl, Tisch und Bewegungsfreiheit schon fast zum Luxus geworden sind. Wer freiwillig voller Engagement Spanisch- oder Französischkenntnisse erwerben will, der wird aufgrund von Platz- und Personal buchstäblich wieder vor die Tür gesetzt – immerhin ist dort die Luft besser…

Spannend wird es noch einmal, wenn es zur Prüfungszeit Quietschies und die „alten Hasen“ zum Lernen in die Bib verschlägt: mal sehen, wer den Kampf um einen Sitzplatz gewinnen wird. Ein Trostpflaster bleibt dennoch: Die Probleme sollen laut Universitätsleitung bis zum nächsten Semester gelöst werden. Kann man sich darauf verlassen? Wir bleiben am Ball.

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