Das bayerische Kabinett beschließt die Förderung von Technik Plus an der Universität Passau

Technik Plus – was bedeutet das eigentlich für die Uni? Dank des Beschlusses des bayerischen Kabinetts heißt das 2,6 Millionen Euro Förderung allein im Jahr 2012, mit denen im ersten Schritt drei neue Lehrstühle im Bereich Informationstechnik geschaffen werden. Diese sollen explizit mit den Geistes-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften verzahnt werden. Insgesamt sind bis 2016 15 neue Lehrstühle geplant.

 

„Damit legen wir den Grundstein für die Sicherung und weitere Entwicklung der Universität Passau als international ausgerichteter Standortfaktor in Niederbayern. Mit Technik Plus steigt die Attraktivität für Studierende, Wissenschaftler und die Wirtschaft“, erklärt Professor Burkhard Freitag, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer und Initiator des Projektes.

 

Inwiefern die Wirtschaft von Technik Plus profitiert, erklärt sich, wenn man in Betracht zieht, dass durch die Lehrstühle in Informationstechnik eine Brücke zwischen Elektrotechnik, Mensch- Maschine-Interaktion und  der bereits vorhandenen renommierten Informatik an der Uni Passau geschlagen wird. „Die wirtschaftliche Dynamik der Region beruht zu einem guten Teil auf Innovationen auf diesen Gebieten und kann durch unser Konzept spürbar verstärkt werden“, meint Freitag. Außerdem trage das Projekt natürlich auch zur Behebung des Fachkräftemangels in diesem Bereich bei.

 

Zusätzlich will die Universität mit den zugesagten Mitteln Stellen für ein Transferzentrum „Technik und Innovation“ schaffen sowie in die weitere Internationalisierung der Universität investieren. „Mit diesen Ressourcen wollen wir eine neue Willkommenskultur für ausländische Studierende und Forscher etablieren“, so Professor  Freitag.

 

Wo viele jetzt eine Förderung zu Gunsten der Mathe und Info Fakultät, die im Endeffekt auf Kosten der anderen Fakultäten geht, befürchten, weiß die Unileitung zu beschwichtigen. Denn das Konzept sieht vor, bis 2016 die Schnittstellen der Informationstechnik mit den Geistes-, Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften zu stärken. Die insgesamt 15 neuen Lehrstühle bzw. Professuren sind in allen Fakultäten eingeplant, davon sieben im technischen Bereich und acht in den anderen genannten Fächern. „In unserer internen Strategiedebatte ist das der entscheidende Punkt. Für uns macht nur ein Konzept Sinn, das unsere bereits vorhandenen Stärken ausbaut und neue im technischen Bereich hinzufügt. Darin liegt das große Plus dieses Zukunftsplans“, betont Universitätspräsident Professor Walter Schweitzer.

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