Hinter den Kulissen der Universität

In der Bibliothek

Angela Güntner ist seit 23 Jahren in der Universitätsbibliothek beschäftigt. Nach einem
dreijährigen Studium zur Diplom-Bibliothekarin, trat die 46-Jährige hier ihre erste Stelle an: “Meine Arbeit hier ist sehr abwechslungsreich – das verstaubte Bild des Bibliothekars ist längst überholt”, sagt Güntner. Neben ihrer Funktion als Leiterin der Mahnstelle ist sie des Öfteren auch an der Zentralen Information der Bibliothek zu finden. Hier können sich Studenten und externe Benutzer, die Hilfe benötigen, direkt an die Mitarbeiter der Bibliothek wenden. “Nicht nur Studenten, sondern jeder, der einen festen Wohnsitz in der Region Passau hat, kann sich kostenlos einen Nutzerausweis erstellen lassen”, weiß die gebürtige Ingolstädterin, die sich von Anfang an sehr wohl in der Dreiflüssestadt fühlte.

Besonders viel Spaß machen ihr die Führungen, bei denen sie Schüler der umliegenden Schulen durch die Bibliothek und die Systematik der Literatursuche führt. “Eigentlich hätte ich mir damals auch gut vorstellen können, Lehrerin zu werden. Aber so bin ich jetzt auch wieder da, wo ich hinwollte. Ich kann mit Schülern arbeiten und dabei kreativ sein – ich mag diese Arbeit sehr.”

In der Hauswerkstatt

“Ich wollte schon immer was Praktisches machen. Wenn man so ein Bastler-Typ ist, dann ist das toll, wenn man universell einsetzbar ist”: In der Hauswerkstatt der Universität arbeiten neben Leiter Max Thoma noch zwölf andere Handwerker – vom Maler bis zum Gärtner. Wenn es an der Uni etwas zu tun gibt, wo technisches Geschick und handwerkliche Fähigkeiten gefragt sind, sind die Männer im Einsatz – koordiniert wird das alles von Thoma in der Hauswerkstatt. “Spaß macht es auch, wenn wir bei der Organisation von Veranstaltungen, wie den Symposien, mit planen und organisieren können”, so der Industriemeister Metall aus Hutthurm, der seit 1994 an der Uni arbeitet.

Auch die Studenten können mit ihren handwerklichen Fragen und Problemen jederzeit zu dem 54-Jährigen kommen: “Wenn mal ein Fahrradschloss geknackt oder ein Spind geöffnet werden muss, weil der Schlüssel verlorengegangen ist, ist das für uns kein Problem. Manchmal kommen auch kuriosere Anfragen, etwa dass wir einen Schlüssel aus dem Aufzugschacht bergen sollen, aber auch da helfen wir gerne weiter.”

In der Mensa

Rund 2000 hungrige Studenten kommen jeden Tag in die Mensa der Universität, um sich ihr warmes Mittagessen abzuholen. Hauswirtschaftsmeisterin Marianne Wölfl sorgt im
Hintergrund dafür, dass alles läuft. Die Sous-Chefin und Hygiene-Beauftragte ist immer da, wo es etwas zu tun gibt, ob an der Kasse, der Essensausgabe oder in der Küche. Von sich selbst sagt sie, sie gehöre mittlerweile schon zum Inventar. “Ich mache den Job jetzt schon so lange und es gibt hier einen guten Rückhalt, alle halten zusammen”, so die 55-Jährige über das Klima in der Küche. Von den rund 2000 Essen sind Currywurst, Schnitzel und Pommes am beliebtesten. Und auch wenn alle Studenten wieder satt in ihren Vorlesungen sitzen, ist der Tag für Wölfl noch nicht vorbei: “Neben dem täglichen Essensbetrieb können in der Uni-Mensa Empfänge und Bälle veranstaltet werden, bei denen das Küchen-Team dann das Catering übernimmt.”